Ad Astra

 

STERNDEUTUNG

Astronomie und Astrologie haben gemeinsame Wurzeln, doch heute verbinden sie lediglich die Bezeichnungen der Himmelskörper mit mythologischer Herkunft.

 


566px-astronomermoonhistorische darstellung eines aAstronomen bei der Arbeit

Die Anfänge der Astronomie liegen wahrscheinlich in der kultischen Verehrung der Himmelskörper. In einem Jahrtausende währenden Prozess trennten sich zunächst Astronomie und Naturreligion, später Astronomie und Kalenderrechnung und gegen Ende des Mittelalters Astronomie und Astrologie.

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Weltweit erstes astronomisches Dokument, französische Höhle Lascaux: 17.000 Jahre alte Jagdszene, Bison (mit Speer) blickt auf Schamane (Vogelkopf,vier Finger) und Vogel (auf Stange). 

DER STANDPUNKT MACHT DEN UNTERSCHIED

 

 

Der gemeinsame Ursprung von Astronomie und Astrologie liegt in der Himmelsbeobachtung, der Unterschied liegt in der Deutung der Himmelskörper für den Menschen.

Einen weiteren, wesentlichen Unterschied bildet die verschiedene Betrachtungsweise der Himmelserscheinungen:

Die Naturwissenschaft, die Astronomie, erkannte seit Kopernikus das Heliozentrische Weltbild als Grundlage zur weiteren Forschung an. Die Sonne als Mittelpunkt ist Namensgeber dieses Systems.

 

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Die Astrologie hingegen kann als geozentrische Wissenschaft bezeichnet werden: 

Die Auslegung der Sternbilder ist auf den Standpunkt des Betrachters auf die Erdoberfläche bezogen, da die Elemente eines Horoskops sich auf einen irdischen Ort und Zeitpunkt beziehen.

Die Sternenkonstellation ist also nur in Bezug auf einen bestimmten Punkt oder Menschen auf der Erde von Bedeutung. Daraus ergibt sich eine geozentrische Sicht , die Erde steht im Mittelpunkt des Systems.


 

WISSENSCHAFFT GLAUBEN

 

Als älteste Wissenschaft beschäftigte sich die Astronomie mit der Frage der Menschen, ob und wie die Sterne die Welt beeinflussen. 

 

Einst glaubte man, Sterne und Planeten würden unser Leben lenken. Die Vorstellungen der antiken Kulturen Griechenlands, Ägyptens, des Alten China oder des Römischen Reiches unterschieden sich darin nicht vom Weltbild der mittelalterlichen Kirche: Der Sternenhimmel als unerreichbar schönes Reich ließ das Firmament als bevorzugten Ort für die Götter erscheinen.



Immer wieder wurden „Beweise“ erbracht,  um  das „Reich Gottes“ nicht in Frage zu stellen. So festigte der in Alexandria lebende Claudius Ptolemäus (100 – 170 n. Chr.) die ursprünglichen Theorien, obwohl bereits 500 v. Chr. griechische Philosophen die Erde als Kugel ansahen und über Planetenverhältnisse nachdachten. 


Diese Vorstellung, unseren Planeten als Mittelpunkt der Welt zu sehen, überdauerte als Dogma der katholischen Kirche astronomische Forschungen über Jahrhunderte. Der Glauben an das geozentrische System überlebte bis ins 16. Jahrhundert, bis wissenschaftliche Spekulationen das Weltbild der Antike in Frage stellten. 



 

 

 SEHEN ERÖFFNET WELTEN

 

Erst mit der Erfindung des Teleskops im 16. Jahrhundert begann ein neues Zeitalter der Sternenkunde. 

 

Obwohl die Qualität des Teleskops um 1600 einem heutigen Fernglas entsprach, war es Astronomen wie Tycho de Brahe, Johannes Kepler und Galileo Galilei möglich, das Weltbild des Nikolaus Kopernikus endgültig zu festigen. 


Tycho de Brahe beobachtete eine Supernova und einen Kometen außerhalb der Mondbahn und bewies, dass das Universum nicht unveränderlich ist, wie seit Ptolemäus geglaubt wurde. 

 

 

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Sein Schüler Johannes Kepler erkannte, dass die Bahnen der Planeten um die Sonne nicht kreisförmig, sondern elliptisch sind und  Galileo Galilei entdeckte die Jupitermonde. Er sah als Erster, dass die Mondoberfläche rau und zerklüftet und dass die Milchstraße kein nebeliges Gebilde ist, sondern aus einer Vielzahl von Sternen besteht. 


Berechnungen und Beobachtungen machten die Erkenntnis möglich: 

Die Sonne ist das Zentrum, um die sich die Erde und alle anderen Planeten bewegen. Die heliozentrische Sicht war geboren.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

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