Monet

 

 

CLAUDE MONET UND DER GARTEN

 

 

 

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„Jetzt fühle ich die Landschaft gut und wage es, erdfarbene, die Rosa-und Blautöne zu verwenden. Es ist zauberhaft, es ist entzückend und ich hoffe, dass es Ihnen gefallen wird…..“
Ein für alle Mal sage ich Ihnen, dass Sie mein ganzes Leben darstellen,Sie und meine Kinder,und dass ich bei der Arbeit nur an Euch denke. Das ist so wahr,dass ich bei jedem,das ich wiedergebe,das auswähle,mir sage,dass es nötig ist,es wirklich gut wiederzugeben,damit Ihr seht ,wo ich war und wie die Dinge sind.“

Dieser Brief, geschrieben von Claude Monet an seine zweite Frau, Alice Hoschede, zeigt Monet als liebenden Menschen.
Die Liebe zu seinem Garten wurde in seinen bekanntesten Bildern verewigt, die Liebe zu seiner Familie äußerte sich auch in dem Bestreben, den Seinen diese „Augenblicke des Lichts“ zu vermitteln.
Claude Monet , von der damaligen Presse als bedeutendster „Lichtmaler“ seiner Zeit apostrophiert, wurde durch seine Arbeit der wahre Begründer des Impressionismus:
Dabei fiel das heute berühmteste Gemälde dieser Richtung ,“Impression-Sonnenaufgang 1872″, bei seiner ersten Präsentation bei Publikum und Presse durch. Der Kritiker Luis Leroy nannte Claude Monet einen „Impressionisten“, eine Bezeichnung, die damals einer Beschimpfung gleichkam.

 

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Monet wechselte mehrfach seine Wohnsitze, viele davon mit Gärten, bevor er 1883 sein Hauptwerk als Maler und Gartenarchitekt in Giverny begann.
Er verwandelte das malerische Grundstück in Giverny in ein Paradies mit Blumenbeeten und Teichen. Seine Lieblingspflanzen, Iris und perlmuttschimmernde Seerosen, waren seine bevorzugten Motive auf der Leinwand und im Garten. Sein Nachlass dokumentiert die Wechselwirkung seiner zwei Tätigkeiten: die ästhetische Funktion der Gärten für die Entwicklung und Entstehung seines Gesamtkunstwerks.
Über die Entwürfe des Gartens ist wenig bekannt. Das deutet darauf hin, dass der Garten in der täglichen Arbeit der Gärtner unter der Leitung des Künstlers ständig weiterentwickelt wurde.
1893 bestellte Monet große Mengen an Bambus und exotischen Pflanzen und ließ kurz darauf die in seinen Gemälden festgehaltene Japanische Brücke bauen. Doch Monet wollte keineswegs japanische Gärten kopieren, sondern er ließ eigenständige Schöpfungen enstehen, die lediglich von japanischen Holzschnitten inspiriert waren.
Ende des Jahres 1900 zeigte Monet in der Ausstellung bei Durand-Ruel rund 80 Seerosen- und Gartenbilder. Der Erfolg beim Publikum übertraf alle Erwartungen: Weit über die Grenzen Europas hinaus bis zur amerikanischen Ostküste wurde er Vorbild für eine Generation von Malern. Sein Ruhm veränderte den stillen Ort Giverny und ließ eine Malerkolonie mit über 40 Ateliers entstehen. Monet selbst zeigte sich dort nicht öffentlich.

Zu dieser Zeit arbeiteten bereits fünf oder sechs Gärtner für Monet. Zum Zentrum der Anlage wurde sein Teich. Die Presse stilisierte ihn zum „Maler des Wassers“. Tatsächlich waren die Darstellung des Wassers und der Seerosen gegen Ende seines Schaffens das wesentlichste Thema. Monets Garten und die späten monumentalen Seerosenbilder sind für viele Kunsthistoriker der Inbegriff des Impressionismius.

„Claude Monet erfasst das Licht nicht mehr mit der Freude des Eroberers, der, wenn er seine Beute errungen hat, sich krampfhaft bemüht, sie zu behalten. Er überträgt es, wie die gescheiteste Tänzerin eine Empfindung ausdrückt. Bewegungen werden zusammengesetzt und wir wissen nicht, wie sie zusammengesetzt sind. Sie sind so gut miteinander verbunden, dass sie eine einzige Bewegung zu sein scheinen und der Tanz vollkommen ist und geschlossen wie ein Kreis…..“

Dies aus einer Kritik des Schriftstellers Octave Mirbeau,1912, mit dem Monet auch als Gärtner in engem Kontakt stand. Eine Bekanntschaft, die sich auch in den „Gartengesprächen“ niederschlug.

Die Ölgemäde von Claude Monet dokumentieren einen Weg vom realistischem Frühwerk bis zur reifen Interpretation von Licht, Farbe und Wasser, inspiriert vom Zauber der Natur.

Nach seinem Tod 1929 drohte sein Garten zu verfallen, doch die Erkenntnis über die Bedeutung der Anlage rettete sein „Paradies“ und ist bis heute zugänglich.

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